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Vorstellung des Vereins der Gartenfreunde Lahde anlässlich des von der Interessengemeinschaft Standortförderung ausgeschriebenen Wettbewerbs  „Attraktive Zentren im Mühlenkreis“ und der am 16.11.06 durchgeführten Bereisung

 

Meine Damen und Herren,

wie Sie eben gehört haben, bin ich Vorsitzender des Vereins der Gartenfreunde Lahde. Ich würde gerne mit ein paar Sätzen auf die Geschichte des Vereins eingehen und dann sein heutiges Bemühen darstellen.

Gegründet im Jahre 1909, d.h. vor fast 100 Jahren, ist der Verein ein Spiegelbild der dörflichen Entwicklung. In den ersten Jahren standen Fragen des Obst- und Gemüseanbaues im Vordergrund. Der eigene Garten war für die täglichen Bedürfnisse lebenswichtig. Es fanden regelmäßig  Begehungen der Obstgärten statt, um an Ort und Stelle Tipps für den richtigen Baumschnitt zu geben.

Schon damals hat sich der Verein auch für die Pflege des Ortsbildes eingesetzt. Es wurden Anpflanzungen an verschiedenen Stellen des Ortes durchgeführt. Diese Anpflanzungen sind zum Teil heute noch vorhanden. Leider mussten kürzlich die Pappeln am Ausbogen gefällt werden, weil sie nach Meinung von Fachleuten eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellten.

Aktionen, wie die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ bei der Lahde 1968 auf Landesebene die Goldmedaille und auf Bundesebene die Silbermedaille gewann, sind maßgeblich auf die Mitarbeit des Vereins zurückzuführen.

 

Besonders stolz sind die Vereinsmitglieder darauf, dass sie eine alte heimische Apfelsorte, die „Lahder Pionette“ im Freilichtmuseum in Detmold pflanzen konnten, wie der Verein überhaupt bemüht ist, diese Apfelsorte, die es noch vereinzelt in den Gärten gibt, zu erhalten. In letzter Zeit haben wir mehrfach Bäume mit Ablegern dieser Sorte veredelt.

 

Neben den eigentlichen Aufgaben für die Vereinsmitglieder spielt der Vereine der Gartenfreunde eine wichtige Rolle innerhalb der Ortsgemeinschaft. Bei zahlreichen Aktivitäten und Aktionen waren und sind die Gartenfreunde vertreten. Wir haben erreichen können, dass seit ein paar Jahren jeweils im März eine „Aktion saubere Landschaft“ durchgeführt wird, an der sich eine Reihe von Vereinen aus dem Ort beteiligen. In den ersten Jahren haben wir auch die Organisation übernommen.

 

Wenn es darauf ankommt, Hand anzulegen, sind die Vereinsmitglieder vertreten.

Bei der Kulturgemeinschaft ist es schon fast ein geflügeltes Wort. Es heißt  „Dann müssen wir wieder einmal auf den Verein der Gartenfreunde zugehen“.

So war es auch bei der Pflege der Anpflanzungen am Petershäger Weg. Die Kulturgemeinschaft war von der Stadt Petershagen angesprochen worden, ob sie eine Möglichkeit sieht, die Anpflanzungen und Beete an diesem neu angelegten Weg in unmittelbarer Nähe des Hauses Bethesda von einem Verein pflegen zu lassen.

 

Wir haben die Angelegenheit im Vorstand besprochen und es war sofort Bereitschaft da,  für einen Teil des Weges eine Pflegepatenschaft zu übernehmen. Seit dem vorletzten Jahr werden in regelmäßigen Abständen von einigen Vereinsmitgliedern Pflegearbeiten durchgeführt, d.h. es wird der Rasen an den Wegeseiten gemäht, die Beete, zum Teil Hochbeete, und die angelegten Sitzgruppen werden von Unkraut frei gehalten. Das gleiche gilt auch für die befestigten Flächen.

Im Herbst letzten Jahres und im Frühjahr dieses Jahres haben wir entlang des Weges 31 Lindenbäume, die von der Stadt Petershagen zur Verfügung gestellt wurden, gepflanzt. Unser Wunsch,  entlang der L 770 auf einer nicht genutzten  landeseigenen Fläche eine Streuobstwiese anzulegen, ließ sich nicht verwirklichen. Aus für uns unbegreiflichen Gründen war das Land NRW  nicht bereit, die Fläche der Stadt Petershagen zu annehmbaren Bedingungen zu überlassen.

Wir sind aber froh, das wir - als Ersatz-  die Lindenbäume pflanzen konnten und wir würden gerne noch weitere 20 Bäume pflanzen, wenn sie von der Stadt Petershagen zur Verfügung gestellt werden. Nach einem Gespräch mit Bürgermeisterin Frau Schmitz-Neuland sind wir zuversichtlich, im Herbst dieses Jahres zumindest noch 10 Bäume pflanzen zu können.

Aber wir haben am Petershäger Weg nicht nur Pflegearbeiten durchgeführt und Bäume gepflanzt. Im Herbst letzten Jahres sind von uns 700 Tulpen-, Narzissen- und Krokus- zwiebeln gesetzt worden, die in diesem Frühjahr herrlich geblüht haben. Und weil das Blütenmeer allgemein Anklang fand, haben wir  in den letzten Tagen weitere 1400 Blumenzwiebeln gesetzt. Die Blumenzwiebeln hat übrigens die Kulturgemeinschaft bezahlt.

Der Vollständigkeit halber muss ich aber erwähnen, dass ein Teil der Wegefläche von den Eheleuten Karbstein gepflegt wird und die CDU-Ortsunion auch eine Teilfläche übernommen  hat.

Meine Damen und Herren, ich glaube es ist deutlich geworden, dass sich der Verein der Gartenfreunde über das eigentliche Vereinsleben hinaus immer wieder auch für die Angelegenheiten des Ortes interessiert und angegiert hat.

Wir gehen davon aus, das dieses Interesse auch in Zukunft besteht. Wichtig ist aber, dass unser Bemühen unterstützt wird, und dabei denke ich insbesondere an die Kultur- gemeinschaft Lahde und auch an die Stadt Petershagen. Wenn das der Fall ist, wird  man auf den Verein der Gartenfreunde Lahde immer zählen können.

                                                                                                                                             K. Meier